Die Pfarr- und Wallfahrtskirche mit der angebautenKlosterkirche
und anschliessenden Klostergebäuden
des Franziskanerordens hat ihren Standort an der Nordausfahrt des Marktfleckens
Neukirchen b. Hl. Blut.
Die Erwähnung einer Kirche dem Hl. Nikolaus geweiht, die im Schlosshof
liegt, geschieht 1379. In den
Landschreiberrechnungen 1424/25 ist von einer Kapelle und einem Kaplan die
Rede. In der zweiten
Hälfte des 16. Jahrhunderts, spätestens 1578, wurde Neukirchen Pfarrei.
Nach WENING wurde die Kirche von den Hussiten niedergebrannt.
Die alte Pfarrkirche stand nicht an der Stelle der heutigen, sondern im
Markt, im Bereiche des Schlosses und zwar 1609 angeblich an dessen
Nordseite, wo der Marktturm an Stelle des ehemaligen Kirchturmes der
Platz anzeige.
1609 fiel der Turm ein und zerstörte die Kirche, die nicht mehr errichtet
wurde. Zur Pfarrkirche wurde die Wallfahrtskirche außerhalb des Marktes
erhoben. Hier war nach der Legende ehemals wegen eines Hostien-
wunders eine hölzerne Kapelle entstanden. Nach einer weiteren Legende
entstand die Wallfahrt infolge Verunehrung einer Mariänstatue daselbst
(des heutigen Gnadenbildes) durch einen Hussiten und dessen wunder-
bare Bekehrung.
WENING berichtet, daß Herzog Ludwig X. von Bayern 1520 eine steinerne
Kapelle errichten ließ. 1610 machte die wachsende Wallfahrt und die
Verlegung der Pfarrkirche hierher die Erweiterung der Kirche notwendig, die
Herzog Max I. durchführen ließ. Das ständige Aufblühen
der Wallfahrt veranlaßte 1656 die Berufung von Franziskanern, die eine
Klosterkirche an die Pfarrkirche in der Weise anbauten, daß die Ostwand
ausgebrochen und die Kloster-
kirche nach Westen orientiert wurde.


Hoher, durch Gesimse in fünf Stockwerke geteilter quadratischer
Unterbau, der Oberbau mit abgeschrägten Ecken, Kuppel mit
Laterne. Im Erdgeschoss Eingangshalle mit Hauptportal, das in rötlichem
Marmor ausgeführt ist. Toskanische Säulen tragen den
Architrav, darüber geschweiften Giebelstücke. Der Aufzug mit Nische
und segmentbogigem Schluß. Das Portal stammt wohl von
dem 1610 erfolgten Kirchenbau. Die Seitenportale sind aus Granit und mit korinthischen
Säulen, Architrav und Segmentstücken
gebildet. Die Querhäuser sind durch Lisenen gegliedert. Auf ihnen und
auf der Klosterkirche kuppelgedeckte Dachreiter.
Die Sakristei südlich neben dem Chor. Die Deckengemälde sind neu.
Hochaltar wurde 1753/54 aufgestellt.


Als vordringlichste Restaurierungsmaßnahme galt die
Sanierung des Kirchendaches.
Das Satteldach mit einer Neigung von ca. 47° mit den seitlich an-
schliessenden abgerundeten Apsidendächern. Im Radiuszentrum
der Apsidendächer sitzt ein Kuppeltürmchen mit Laterne und auf-
gestecktem Kreuz.
Im Zuge der Maßnahme waren folgende Handwerkerleistungen
erforderlich; Mauerer- und Putzarbeiten sowie Spenglerarbeiten.
Zur Restaurierung des alten Dachstuhles wurde unsere Firma
beauftragt. Die Restaurierung erfolgte in 2 Bauphasen in den
Jahren 1986 / 87, wo folgende Punkte zur Ausführung kamen:
Es kamen folgende Materialien zur Verwendung:
Auftraggeber:
Katholische Kirchenstiftung
Neukirchen b. Hl. Blut / Vertr. Herr Pfarrer Murr
Ausführungszeitraum:
Bauphase I von Aug. 86 bis Dez. 86
Bauphase II von März 87 bis Sept. 87
Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Mariä Geburt in Neukirchen b. Hl. Blut